Bürgerbüro-Wuppertal

Bürgerverein Langerfeld e.V. - Langerfelder Str. 134 42389 Wuppertal

Offener Brief

Herrn

Oberbürgermeister Andreas Mucke

Rathaus

 

Wuppertal, 24. November 2016

Bürgerbüros

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir sind sehr besorgt. Es werden immer mehr Stimmen laut, die von einer Schließung der dezentralen Bürgerbüros - insbesondere des Bürgerbüros Langerfeld - sprechen. Parallel dazu wird die Situation am Einwohnermeldeamt von allen Seiten als katastrophal bezeichnet. Und dann wird von der Einrichtung einer weiteren - größeren - zentralen- Stelle „Bürgeramt" berichtet.

In der Gemeindeordnung hingegen wird in klaren Worten gesagt, dass Bürgernähe - und das tatsächlich im räumlichen Sinne - für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Verwaltung, sehr wichtig ist. Für eine dezentrale Stelle sprechen viele Aspekte: „...die Schaffung einer bürgernahen Verwaltung und eines möglichst engen persönlichen Kontaktes der Verwaltung zum Bürger, die Verkürzung der Wege zur Behörde, die bessere Übersicht des Bürgers über die Verwaltung, aber auch eine bessere Übersicht der Verwaltung über die örtlichen Probleme und deren Entwicklung. Schließlich dient eine dekonzentrierte Aufgabenerledigung auch einer Stärkung der demokratischen Bindung des Bürgers an seine Gemeinde sowie die Erhaltung der gewachsenen örtlichen Gemeinschaft."

Weiterhin kann man lesen: „Oberste Richtschnur ... muss sein, eine möglichst ortsnahe Erledigung der Verwaltungsaufgaben und damit eine bessere Bedienung des Bürgers zu gewährleisten."

Das zu realisieren, was in der Gemeindeordnung steht, ist eine Ihrer Aufgaben, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister. Und daher fordern wir im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger die Erhaltung des Bürgerbüros Langerfeld und die Rückverlagerung des vollen Bürgerservices — einschließlich des Meldewesens - dorthin.

Wir haben die Einschränkungen im Bürgerservice im Rahmen des Haushaltsicherungskonzeptes zunächst hingenommen, weil wir natürlich einsehen, dass es Einsparungen geben musste.

Jetzt hat sich aber unserer Meinung nach herausgestellt, dass die Zentralisierung in diesem Bereich nicht funktioniert. Daher muss jetzt gehandelt werden. Und zwar im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger so, dass der Unzufriedenheit und der wachsenden Gleichgültigkeit der Politik und Verwaltung gegenüber Einhalt geboten wird, indem man die räumliche und persönliche Nähe wieder herstellt.

mit freundlichen Grüßen

BÜRGERVEREIN LANGERFELD e. V.

Margret Hahn Vorsitzende

 

Kopie an: Westdeutsche Zeitung

Wuppertaler Rundschau

Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg